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Immer mehr nehmen Schlafmittel: Tipps für eine erholsame Nacht


Urheber:in:
ASU Arbeitsmedizin



Immer mehr nehmen Schlafmittel: Tipps für eine erholsame Nacht

Der Trend zu Schlafmitteln

Eine aktuelle Studie der Betriebskrankenkasse Pronova BKK zeigt: Fast vier von zehn Deutschen greifen zu Medikamenten oder anderen Hilfsmitteln, um besser zu schlafen. Besonders hoch ist der Anteil unter jungen Erwachsenen (18- bis 29-Jährige), von denen 57 Prozent Schlafhilfen nutzen. Doch auch verschreibungspflichtige Schlafmittel sind weit verbreitet: 22 Prozent der Deutschen nehmen sie ein, wobei der Anteil in der jungen Altersgruppe besonders hoch ist.

Beliebte Schlafhilfen: Pflanzliche Mittel und Melatonin

Besonders gefragt sind pflanzliche Mittel wie Baldrian, Passionsblume, Melisse oder Hopfen. Etwa 29 Prozent der Befragten nutzen sie. Melatoninhaltige Präparate sind ebenfalls populär. Sie versprechen ein schnelleres Einschlafen, doch Experten warnen vor möglichen Nebenwirkungen und einer unkritischen Einnahme.

Warum leiden so viele Menschen unter Schlafstörungen?

Schlafstörungen sind laut Barmer Ersatzkasse ein weit verbreitetes Problem. Hauptursachen sind Stress, unregelmäßige Schlafrhythmen (z. B. durch Schichtarbeit), gesundheitliche Probleme und übermäßige Nutzung von elektronischen Geräten vor dem Schlafengehen.

Tipps für einen besseren Schlaf

Wer ohne Medikamente besser schlafen möchte, kann folgende Maßnahmen ausprobieren:

  1. Handys aus dem Schlafzimmer verbannen: Bildschirmlicht verzögert das Einschlafen. Eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen das Handy wegzulegen, kann helfen.
  2. Das Schlafzimmer abdunkeln: Je dunkler der Raum, desto besser. Alternativ helfen Schlafmasken.
  3. Entspannungsmusik oder ein Buch lesen: Eintönige Geräusche wie Meeresrauschen oder Hörspiele fördern die Entspannung.
  4. Warm duschen: Eine heiße Dusche ca. eine Stunde vor dem Schlafengehen hilft dem Körper, sich auf den Schlaf vorzubereiten.
  5. Kühles Schlafzimmer: Die ideale Temperatur liegt zwischen 16 und 19 Grad Celsius.
  6. Bewegung am Tag: Sport baut Stress ab, sollte aber nicht direkt vor dem Schlafengehen stattfinden.
  7. Kein Alkohol vor dem Schlafen: Alkohol kann zwar das Einschlafen erleichtern, führt aber zu schlechterer Schlafqualität.
  8. Gewichtsdecken nutzen: Diese schweren Decken fördern nachweislich das Einschlafen.
  9. Schlaf-Apps testen: Einige Krankenkassen bieten Schlaf-Apps zur Verbesserung der Schlafqualität an.
  10. Kein Nickerchen am Abend: Späte Power-Naps stören den natürlichen Schlafrhythmus.
  11. Nur ins Bett gehen, wenn man müde ist: Das Bett sollte ausschließlich zum Schlafen genutzt werden, nicht zum Fernsehen oder Arbeiten.

Fazit

Schlafmittel sind für viele eine schnelle Lösung, doch langfristig sollten natürliche Maßnahmen bevorzugt werden. Eine gesunde Schlafhygiene, Stressbewältigung und medizinische Beratung helfen dabei, den Schlaf nachhaltig zu verbessern.


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